Schwangerschaft 6. Woche – worauf du achten solltest

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Veränderungen in deinem Körper

In der sechsten Schwangerschaftswoche fängst du an Veränderungen in deinem Körper zu bemerken, deine Hormone arbeiten auf Hochtouren.

Obwohl deine Mitmenschen jetzt noch nichts von deiner Schwangerschaft sehen können, wächst deine Gebärmutter. Sie kann auf deine Blase drücken und dich häufiger auf die Toilette schicken. Ein erhöhter Blutfluss zu deinen Nieren trägt auch zu häufigerem Wasserlassen bei.

Dein Baby

In Woche 6 ist dein Baby etwa 0,3 bis 0,6 cm lang oder etwa so groß wie ein Granatapfelkern oder eine Erbse. Der Fötus sieht aus wie eine Kaulquappe mit einem kleinen Schwanz, der später zur Wirbelsäule wird. Winzige Knospen sind auf dem Weg um sich zu Armen, Beinen und Ohren zu entwickeln. Auch das Gehirn, die Lunge und andere Organe entstehen langsam.

Obwohl es noch zu früh ist um zu sehen ob das Baby die Nase von Tante Ella hat, entfalten sich die Gesichtszüge. Der Fötus hat Zähne und eine dünne Hautschicht. Der Herzschlag eines Fötus kann oft schon in diesem Stadium durch vaginalen Ultraschall erkannt werden.

Symptome

Die Schwangerschaft ist eine aufregende Zeit, aber die Erkennung der Schwangerschaftssymptome kann eine Herausforderung sein. Symptome, dass du in der sechsten Woche schwanger bist, können sein:

  • Übelkeit
  • häufiges Wasserlassen
  • schnelle Ermüdung
  • Geschwollene oder wunde Brüste
  • Veränderungen an den Brustwarzen
  • Gefühl von starker Emotionalität oder Reizbarkeit

Übelkeit

Etwa 80 bis 85 Prozent der Frauen leiden unter Schwangerschaftsübelkeit und 52 Prozent der Frauen unter Erbrechen während des ersten Trimesters der Schwangerschaft.

Die Ursache der Morgenübelkeit ist nicht vollständig geklärt, aber es wird angenommen, dass eine Erhöhung des Hormons „humanes Choriongonadotropin“ (hCG) eine Rolle spielt. Die meisten Frauen fühlen sich im zweiten Trimester aber besser.

Was du tun kannst

  • Kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt essen.
  • Viele Frauen schwören darauf, Salzgebäck zu essen, bevor sie morgens aufstehen.
  • Vermeiden Sie würzige oder fettige Speisen.
  • Leg dich nicht gleich nach dem Essen hin.
  • Vermeide Gerüche, die Übelkeit auslösen.
  • Trinke reichlich Flüssigkeit, besonders, wenn du dich übergeben hast.

Müdigkeit

Die Müdigkeit die du erlebest, ist normal. Sie wird durch Schwangerschaftshormone und erhöhtes Blutvolumen verursacht.

Was du tun kannst

  • Mach ein Nickerchen. Dies kann sich als schwierig erweisen, wenn du arbeitest oder dich um andere Kinder kümmerst, aber Zeit für ein Nickerchen während des Tages zu finden, kann helfen, Müdigkeit zu bekämpfen. Das wird auch nach der Geburt deines Babys wichtig sein.
  • Geh früh ins Bett.
  • Verzichte auf Koffein und verlasse dich auf Obst oder Saft für einen Energieschub.

Zwillingsentwicklung

Du hast ein höheres Risiko, bestimmte Schwangerschaftskomplikationen zu entwickeln, wenn du mehrere Babys in dir trägst. Hier sind die häufigsten Komplikationen, die du mit deinem Arzt besprechen solltest:

  • Anämie
  • Präeklampsie
  • Schwangerschaftsdiabetes
  • vaginale Blutung
  • geburtshilfliche Cholestase
  • Twin-to-Twin-Transfusionssyndrom, das auftritt, wenn ein Baby mehr Blut bekommt als das andere.
  • vorzeitige Wehen
  • intrauterine Wachstumsbeschränkung oder verzögertes fetales Wachstum

Sobald bei dir eine Zwillingsschwangerschaft diagnostiziert wird, kann sich dein Behandlungsverlauf leicht ändern. Möglicherweise benötigst du häufigere Vorsorgeuntersuchungen, musst dich bestimmten Einschränkungen stellen oder planst sogar eine frühere Geburt per Kaiserschnitt. Frauen, die mit Zwillingen schwanger sind, nehmen in der Regel mehr zu. Außerdem benötigst du in der Regel mehr Nährstoffe als wenn du nur ein Baby tragen würdest, wie zum Beispiel:

  • Folsäure
  • Calcium
  • Eisen
  • Eiweiß

Für eine gesunde Schwangerschaft

1. Vereinbare einen Termin mit deinem Arzt oder deiner Hebamme

Pränatale Betreuung ist wichtig für dich und dein Baby. Wenn du es noch nicht getan hast, ist es jetzt an der Zeit, deinen ersten pränatalen Besuch zu planen. Manche Ärzte wollen dich sehen, wenn du in der sechsten Woche schwanger bist. Andere warten lieber, bis du acht Wochen erreicht hast.

2. Nimm Multivitamine

Wenn du noch nicht mit der Einnahme eines pränatalen Vitamins begonnen hast (idealerweise solltest du die Einnahme im Jahr vor der Empfängnis beginnen), solltest du diese Woche mit der Einnahme beginnen. Eines der ersten Dinge, die dein Arzt tun wird, ist eine Ergänzung mit zusätzlichen Vitaminen und Mineralien zu verordnen, die du und dein Baby während der Schwangerschaft benötigen.

3. Nicht rauchen

Rauchen erhöht das Risiko für Fehlgeburten und andere Komplikationen der Schwangerschaft. Es erhöht auch das Risiko von gesundheitlichen Problemen deines Babys und einem geringerem Geburtsgewicht. Sprich mit deinem Arzt, um mehr über Raucherentwöhnung zu erfahren.

4. Kein Alkohol

Alkohol kann in einer Schwangerschaft große Schäden anrichten. Obwohl die Symptome variieren, kann Alkohol Probleme wie abnormale Gesichtszüge, Lernschwächen und andere gesundheitliche Einschränkungen verursachen.

5. Whirlpool und Sauna vermeiden

Beides kann das Risiko für Fehlgeburten und Missbildungen erhöhen. Als Faustregel gilt: Vermeide Aktivitäten, die deine Körpertemperatur über 38°C erhöhen.

6. Gut essen

Es ist wichtig nährstoffreiche Speisen während der Schwangerschaft zu essen. Wenn du morgendliche Übelkeit verspürst, dann iss Nahrungsmittel, die dir gut bekommen und gesund sind.

7. Viel Wasser

Jetzt, wo du schwanger bist, brauchst du mehr Wasser als vor deiner Schwangerschaft. Schwangere Frauen sollten mindestens 8 bis 12 Gläser Wasser pro Tag trinken. Dehydrierung kann zu schweren Schwangerschaftskomplikationen führen. Wenn du Schwierigkeiten hast, das Wasser zu trinken, versuche es mit einem Spritzer Zitrone. Zitronen können auch gegen Übelkeit helfen.

8. Immer mit der Ruhe

Obwohl es gut ist, leichten Sport während der Schwangerschaft auszuüben, musst du auf deinen Körper hören und Ruhepausen einlegen wenn du erschöpft bist.

Dein erster Arztbesuch

Jeder Arzt und jede Hebamme gehen die Vorsorge etwas anders an, jedoch beachten sie meistens die folgenden Schritte bei einem Erstbesuch:

  • Einen Rückblick auf deine Krankengeschichte und aktuelle verschreibungspflichtige und rezeptfreie Medikamente. Sei bereit, diese Informationen zur Verfügung zu stellen.
  • Dein Gewicht, deine Herzfrequenz und dein Blutdruck werden überprüft.
  • Der Arzt wird routinemäßige Bluttests anordnen und nach einer Urinprobe fragen.
  • Während einer Beckenuntersuchung wird der Arzt Vagina, Gebärmutter, Becken, Eileiter und Eierstöcke untersuchen.
  • Du erhälst Informationen darüber, was du während der Schwangerschaft zu erwarten hast und erhälst Anweisungen für eine sichere und gesunde Schwangerschaft.
  • Du wirst natürlich auch Zeit haben, Fragen zu stellen. Bereite sie also im Voraus vor.

Wir wünschen dir und deinem Baby eine schöne, gesunde Schwangerschaft und eine tolle Kennenlernphase nach der Geburt!

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